Die Hospizbewegung Hilden e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Schwerpunkt ambulante hospizliche Begleitung.
Die Hospizbewegung Hilden wurde am 17. März 1999 auf Initiative von Frau Anneliese Becker mit Unterstützung des damaligen Stadtdirektors, Herrn Dr. Karl-Detlev Göbel, und des damaligen Bürgermeisters, Herrn Günter Scheib, als ambulanter Hospizverein gegründet.
In der Hospizbewegung Hilden engagieren sich Frauen und Männer, um dem Tabu von Tod und Sterben in unserer Gesellschaft offen zu begegnen und den Wunsch vieler Menschen zu unterstützen, in ihrer gewohnten Umgebung zu sterben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Würde und Selbstbestimmtheit des Schwerkranken. Wir beraten und begleiten Menschen in ihrem Zuhause, in Einrichtungen der Senioren- und Eingliederungshilfe und im Krankenhaus.
Die Hospizbewegung Hilden ist weltanschaulich neutral, konfessionsunabhängig und als eingetragener Verein ausschließlich gemeinnützig tätig.
Unser Verein zählt derzeit ca. 480 Mitglieder; aktiv tätig in der ehrenamtlichen Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, in der Trauerbegleitung, der Öffentlichkeitsarbeit und im ehrenamtlichen Vorstand sind insgesamt rund 40 Personen. Zwei hauptamtlich tätige Koordinatorinnen und eine Verwaltungskraft sichern die Qualität unseres Engagements sowie die Erreichbarkeit für Ratsuchende.
Wem stellen wir unsere Hilfe zur Verfügung?
„Hospiz“ leitet sich vom lateinischen Wort hospitium (= Herberge) ab. Im frühen Mittelalter wurden Hospize von Kirchen und Klöstern betrieben und kümmerten sich hauptsächlich um hilfsbedürftige Menschen wie Alte und Kranke. Daneben standen sie auch Reisenden und Pilgern offen. Im späteren Mittelalter verstand man unter Hospiz fast nur noch Beherbergungsstätten, für die Versorgung von Alten und Kranken entstanden Hospitäler.
Mit dem Fortschreiten der medizinischen Möglichkeiten im 20. Jahrhundert wurde das Sterben immer anonymer und verlagerte sich zusehends in Krankenhäuser. Um dem entgegenzuwirken und den Grundgedanken des Hospizes wieder aufzunehmen, entstand die moderne Hospizbewegung. Als ihre Begründerin gilt Cicely Saunders, die 1967 in London das St.-Christopher-Hospiz eröffnete. Als Krankenschwester und Medizinerin hatte sie die Zustände in den Kliniken erlebt.
Seit 2002 wird die ambulante Hospizarbeit durch die Krankenkassen finanziell gefördert – aus der Erkenntnis heraus, dass Beratung und Begleitung zu Hause relevante Unterstützung für die Betroffenen bedeuten. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit änderte sich auch die Haltung der Politik, z.B. wurde die Begleitung in Pflegeeinrichtungen der Begleitung von Menschen zu Hause gleichgestellt.
2015 wurden mit dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) bundesweit die Rahmenbedingungen für die ambulante wie stationäre Hospizversorgung verbessert.
Ambulante Hospizdienste sind – rein zahlenmäßig – wesentlich weiter verbreitet als stationäre Hospize und greifen dort, wo die Menschen leben, egal ob in Privatwohnungen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen oder in Krankenhäusern.
Für eine gelingende Versorgung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland bedarf es einer umfassenden und engmaschigen Vernetzung aller, die in der Hospiz- und Palliativversorgung tätig sind. Wir sind für Sie vernetzt und arbeiten eng zusammen mit verschiedenen Einrichtungen und Diensten. Die Hospizbewegung Hilden ist Mitglied im Hospiz- und Palliativverband NRW (HPV NRW) und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV).
