Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die tragende Säule der Hospizarbeit. Zurzeit engagieren sich mehr als 40 Personen ehrenamtlich in der Hospizbewegung Hilden. Sie bringen vielfältige Lebens- und Berufserfahrungen mit und haben eine spezielle Vorbereitung für die Begleitung sterbender Menschen und ihrer Zugehörigen absolviert.
Unsere Hospizbegleiterinnen und -begleiter
Auch in anderen Bereichen wie der Trauerbegleitung sowie in der Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit sind ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter gefragt und willkommen! Sich in unserem Hospizverein zu engagieren bedeutet sowohl Bereicherung als auch Herausforderung.
MEHR ZUM THEMAUns ist ein regelmäßiger Austausch untereinander wichtig und Gemeinschaft muss gepflegt werden.
Die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter treffen sich einmal im Monat zu einem Gesprächskreis. Ein stets gleichbleibendes Element ist das Trauerritual, bei dem Abschied von den Verstorbenen der letzten Wochen genommen wird. Zudem dient der Gesprächskreis den Koordinatorinnen als Forum für Absprachen und zum Austausch mit den Teilnehmenden.
Der Besuch der monatlichen Supervision, die von einer externen Supervisorin oder einem Supervisor geleitet wird, ist für Begleitende verpflichtend. Hier werden Fragen zu aktuellen Begleitungen besprochen und die ehrenamtliche Tätigkeit wird reflektiert.
Fester Bestandteil des Jahres ist ein dreitägiges Seminarwochenende auf freiwilliger Basis. Neben der fachlichen Ausrichtung fördert das mehrtägige Zusammensein den Zusammenhalt der Gruppe.
Weitere gemeinschaftliche Aktivitäten sind das jährliche Sommerfest, der adventliche Abend im Dezember und Filmabende in lockeren Abständen.
Ich engagiere mich in der Hospizbewegung Hilden, weil …

Nach meinem Beruf suchte ich ein sinnvolles Ehrenamt. Seit 2009 bin ich bei der Hospizbewegung Hilden. Mein Fazit bis heute: Ich bekomme mehr zurück als ich gebe

Ich mache Hospizarbeit, weil mir wichtig ist, dass niemand am Ende seines Lebens allein ist. Ich möchte Menschen in dieser besonderen Zeit Nähe, Würde und Geborgenheit geben – und auch ihre Angehörigen stützen. Für mich ist es erfüllend, da zu sein, zuzuhören und ein Stück des letzten Weges mitzugehen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar bis zum letzten Atemzug. Das ist meine Motivation für dieses Ehrenamt.

Ich engagiere mich in der Hospizbewegung Hilden, weil ich schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Zeit schenken möchte.
Zeit, um zuzuhören.
Zeit, um einfach da zu sein.
Zeit, um Angehörige zu entlasten und zu stützen.
Zeit, damit sich keiner allein fühlt in der letzten Phase seines Lebens.

Es mag der Lebensabschnitt kommen, an dem ich selbst Hilfe und Begleitung benötige, deshalb möchte ich heute etwas geben, für das ich zukünftig dankbar sein werde.

Das Ehrenamt gibt mir die Möglichkeit, all das Gute weiterzugeben, das mir im Leben immer wieder begegnet! Obwohl ich die bewundernswerten Fähigkeiten nicht habe, um Menschen auf dem letzten Weg zu begleiten, habe ich meinen Platz bei der Hospizbewegung Hilden gefunden: im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Immer wieder bin ich überrascht darüber, was wir im Team gemeinsam auf die Beine stellen können.

Ich bin seit 2016 als Sterbebegleiterin und seit 2019 als Trauerbegleiterin ehrenamtlich in der Hospizbewegung Hilden tätig. Meine Beweggründe hierzu ergaben sich aus den Erfahrungen, die ich bei der unvorbereiteten Sterbebegleitung meines Ehemannes gemacht hatte und die ich gerne an andere Menschen weitergeben möchte.

Entsprechend meinem Lebensmotto „Leben in Versöhnung mit dem Tod“ begleite ich sterbende Menschen und ihre Angehörigen in einer ganz besonderen Zeit und beschäftige mich somit schon im Leben mit dem Tod und seinen Umständen. Das bedeutet für mich, einem Menschen mit Empathie, Respekt und Hochachtung zu begegnen und Zeit zu schenken, um einen würdevollen Abschied gelingen zu lassen.
Sterbenden in ihren letzten Tagen nahe zu sein, deren Angehörige zeitweise zu entlasten und eventuell den Augenblick des endgültigen Abschieds vom Hiersein mit erleben zu dürfen, waren für mich die Motivation, mich in der Sterbehilfe ehrenamtlich zu engagieren.

Die spezielle Nähe und Tiefe in den Begegnungen mit Menschen am Rand des Lebens und ihren Nächsten gibt mehr, als es kostet. Mich mit dem Sterben zu konfrontieren, bringt mich dem Leben näher.
