Zahlreiche Mitglieder und Interessierte folgten Mitte Mai der Einladung zur Mitgliederversammlung der Hospizbewegung e. V. Hilden. Neben wichtigen organisatorischen Entscheidungen stand vor allem eines im Mittelpunkt: das gemeinsame Engagement für Menschen in schweren Lebenssituationen.

Der Vorstand blickte auf ein bewegtes und arbeitsreiches Jahr zurück. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben und Angebote der Hospizbewegung inzwischen geworden sind. Die Koordinatorinnen Stephanie Krezic und Thanja Jussen berichteten eindrucksvoll aus ihrer täglichen Arbeit und machten sichtbar, wie viel Zeit, Herz und Begleitung hinter den unterschiedlichen Projekten und Unterstützungsangeboten stehen.

Auch personelle Veränderungen prägten den Abend. Nach vielen Jahren engagierter Mitarbeit verabschiedete sich Felicitas Brückner-Schwinger aus ihrem Amt als Schriftführerin. Mit großem Dank würdigte der Verein ihren langjährigen Einsatz und ihre Verbundenheit zur Hospizbewegung. Gleichzeitig freuten sich die Mitglieder, mit Angelika Urbanc eine Nachfolgerin begrüßen zu können.

Der neue Vorstand wurde von den Anwesenden einstimmig bestätigt. Gemeinsam werden Rainer Pennekamp, Günter Scheib, Ute Knoop, Rainer Gottschalk und Angelika Urbanc die Hospizbewegung e. V. Hilden weiterhin mit Erfahrung, Verantwortung und Menschlichkeit Hilden künftig weiterführen und gestalten.

Zum Abschluss der Versammlung sprach der Palliativmediziner Dr. Matthias Herrmann über den Palliativausweis des Kreises Mettmann. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Menschen auch in Krisensituationen Sicherheit, Orientierung und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Der Ausweis hilft Rettungskräften, den persönlichen Willen schwer erkrankter Menschen schnell zu erkennen und zu berücksichtigen – ein kleines Dokument mit großer Bedeutung.

Die Mitgliederversammlung zeigte einmal mehr: Hospizarbeit lebt von Gemeinschaft, Vertrauen und Menschen, die bereit sind, füreinander da zu sein.

Ehrenamt in Hilden wurde auch in diesem Jahr wieder sichtbar und erlebbar. Am 09.05.2026 fand der Aktionstag Ehrenamt statt, an dem sich die Hospizbewegung Hilden beteiligte. An unserem Stand freuten wir uns über das Interesse an unserer Arbeit und hatten schöne Begegnungen und gute Gespräche. Auch bekam unser Mitmach-Angebot für Kinder – Steine bemalen – viel Zuspruch.

Die spezielle Nähe und Tiefe in den Begegnungen mit Menschen am Rand des Lebens und ihren Nächsten gibt mehr, als es kostet. Mich mit dem Sterben zu konfrontieren, bringt mich dem Leben näher.

Möchten Sie wissen, was Hospizarbeit alles kann? Dieser Film gibt einen Einblick in die Möglichkeiten von Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung:

Die Hospizbewegung Hilden e.V. bietet für alle interessierten Bürger*innen 

am Samstag, den 26. September 2026, von 10 – 14 Uhr

einen Letzte Hilfe Kurs an.

KURSINHALTE DES LETZTE HILFE KURS - das kleine 1x1 der Sterbebegleitung.

Im Kurs sprechen wir über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens, natürlich werden auch Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht kurz angefügt. Wir thematisieren mögliche Beschwerden die Teil des Sterbeprozesses sein können und wie wir bei der Linderung helfen können. Wir überlegen abschließend gemeinsam, wie man Abschied nehmen kann und besprechen unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Die Teilnahme an der Schulung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.

Anmeldung unter:

Tel.: 02103 / 9785 58 – 0 oder unter info@hospizbewegung-hilden.de

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Sterbenden in ihren letzten Tagen nahe zu sein, deren Angehörige zeitweise zu entlasten und eventuell den Augenblick des endgültigen Abschieds vom Hiersein mit erleben zu dürfen, waren für mich die Motivation, mich in der Sterbehilfe ehrenamtlich zu engagieren.

Entsprechend meinem Lebensmotto „Leben in Versöhnung mit dem Tod“ begleite ich sterbende Menschen und ihre Angehörigen in einer ganz besonderen Zeit und beschäftige mich somit schon im Leben mit dem Tod und seinen Umständen. Das bedeutet für mich, einem Menschen mit Empathie, Respekt und Hochachtung zu begegnen und Zeit zu schenken, um einen würdevollen Abschied gelingen zu lassen.

Ich bin seit 2016 als Sterbebegleiterin und seit 2019 als Trauerbegleiterin ehrenamtlich in der Hospizbewegung Hilden tätig. Meine Beweggründe hierzu ergaben sich aus den Erfahrungen, die ich bei der unvorbereiteten Sterbebegleitung meines Ehemannes gemacht hatte und die ich gerne an andere Menschen weitergeben möchte.

Das Ehrenamt gibt mir die Möglichkeit, all das Gute weiterzugeben, das mir im Leben immer wieder begegnet! Obwohl ich die bewundernswerten Fähigkeiten nicht habe, um Menschen auf dem letzten Weg zu begleiten, habe ich meinen Platz bei der Hospizbewegung Hilden gefunden: im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Immer wieder bin ich überrascht darüber, was wir im Team gemeinsam auf die Beine stellen können.

Es mag der Lebensabschnitt kommen, an dem ich selbst Hilfe und Begleitung benötige, deshalb möchte ich heute etwas geben, für das ich zukünftig dankbar sein werde.

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